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SONNENALLERGIE |
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Was ist eigentlich eine Sonnenallergie?
Leider bedeuten die Themen “Ferien, Sommer, Sonne, Strand und Meer“ keinesfalls für alle Menschen Erholung und Freude.
Ein Großteil der Bevölkerung leidet durch auftretenden Juckreiz, Rötungen, Bläschen und Pusteln, die meist im oberen Brustbereich, am Dekolleté und an den Armen auftreten, besonders in den Frühlings- und Sommermonaten an starken Schmerzen.
Bereits während des eigentlich so angenehm erscheinenden Sonnenbads oder wenige Stunden danach treten diese Symptome auf und müssen umgehend behandelt werden. Die Beschwerden setzen meist schon in den ersten Frühlingsmonaten ein, an denen sich die Sonne intensiver blicken lässt. Die Haut ist zu dieser Zeit noch keineswegs an die stärkere Strahlung gewöhnt und reagiert mit einem Schutz- und Abwehrmechanismus darauf. Dieser ist den starken Strahlungen dann jedoch kaum gewachsen. In den Sommermonaten nimmt die Sonnenallergien häufig wieder etwas ab, da es zu einer Gewöhnung der Haut an die UV-Strahlung der Sonne kommt. Man sollte dabei jedoch immer berücksichtigen, dass besonders in Urlaubsgebieten oft eine noch intensivere Sonneneinwirkung auf den Körper und die Haut trifft. Die Sonne steht in jedem Land anders am Himmel und somit wirken auch die Strahlen anders auf die Haut. Schon eine leichte Veränderung des Sonnenstandes ruft unterschiedliche Hautreaktionen hervor. Diese Irritation der Haut ist unabhängig davon, ob eine vorherige Sonnenallergie erfolgreich behandelt wurde.
Hellhäutige Personen und Menschen mit empfindlicher Haut sind häufiger betroffen und sollten vorbeugend (z.B. durch das Anwenden eines geeigneten Lichtschutzfaktors) tätig werden.
Hinter dem Begriff der Sonnenallergie befindet sich jedoch keineswegs nur ein Krankheitsbild. Es stecken drei verschiedene Krankheiten mit unterschiedlichen Ursachen dahinter:
- Polymorphe Lichtdermatose (PMD) - Mallorca-Akne - Photoallergische Reaktionen
1) Polymorphe Lichtdermatose (PMD) Dieses Krankheitsbild kennzeichnet die häufigste Form der Sonnenallergie und fast 90% der auftretenden allergischen Reaktionen sind auf den zu schwachen Schutzmechanismus der Haut, auf die UV-Strahlung zurückzuführen. Der Schutzmechanismus kann der Sonneneinstrahlung kaum mehr standhalten und es führt so zu einer verstärkten Immunabwehr des Körpers. Besonders die Körperpartien, die keineswegs an die Sonne gewöhnt sind, reagieren auf die Bestrahlung. Meist treten im Bereich der Brust und des Nackens sowie an den Armen Bläschen und Knötchen auf, die einen juckenden Schmerz verursachen. Die Hautreaktion ist nie vorhersehbar und tritt oft auch nur im Urlaub auf.
Um dem schon vorbeugend entgegenzuwirken, wird zum Einen die Einnahme von Beta-Carotin (= ProVitamin A, zum Aufbau der Zellen und somit zum Schutz des gesamten Organismus) beginnend ca. einen Monat vor Reisebeginn empfohlen. Zum Anderen empfiehlt sich die Anwendung entsprechender Sonnencremes mit UV-Schutz und Lichtschutzfaktoren, wie Kleidung und Kopfbedeckung empfohlen.
2) Mallorca-Akne Dies ist eine Sonderform der Sonnenallergie, die meist während eines Sommerurlaubs in südlichen Ländern auftritt. Die Ursache liegt in dem Zusammenspiel der UV-Strahlung und einer Unverträglichkeit des benutzten Sonnenschutzmittels oder anderer Hygieneprodukte. Auf der Haut, im Brust-, Nacken-, Oberarm- und Schulterbereich, treten kleine akneartige, rote und häufig stark juckende Pusteln auf. Diese spiegeln jedoch keine dauerhafte Akne wieder.
Um vorbeugend tätig zu werden und einer möglichen Akne entgegenzuwirken, empfiehlt sich die Anwendung eines Sonnengels mit hohem UVA-UVB Lichtschutz. Wichtig sind Verpackungshinweise wie “emulgatorfrei“ oder “fettfrei“, da besonders diese Zusatzstoffe die Allergieentstehung fördern können. Des Weiteren sollte man vermeiden, andere Köperpflegeprodukte mit fetthaltigen Stoffen zu benutzen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Sonnenschutzmittel, die auf diese Zusätze verzichten und somit tritt die Mallorca-Akne nur noch vereinzelt auf.
3) Phototoxische Reaktion Viele Stoffe produzieren in Verbindung mit der Einwirkung des Lichtes Abbauprodukte im Körper, die zu Hautverfärbungen und allergischen Reaktionen führen können. Diese können in Antibiotika, Diuretika, Antiarrhythmika und nichtsteroidale Antiphlogistika sowie Parfüms und Cremes enthalten sein. Auch pflanzliche Präparate wie Johanniskraut enthalten eben diese Stoffe.
Bei dauerhafter Medikation sollte man vor dem Urlaub mit seinem Arzt klären, ob es zu einer Reaktion des Medikamentes auf die Sonneneinstrahlung kommen kann. Zur Vorbeugung dienen in diesem Fall häufig Sonnenschutzmittel mit Mikropigmenten, da die Substanzen dieser Cremes oder Gels nicht resorbiert werden und somit kein allergisches und sensibilisierendes Potential entfalten. Die Präparate wirken sofort nach dem Auftragen!
Häufig kommt es auch durch den Genuss bestimmter Lebensmittel wie Petersilie oder Zitrusfrüchte (stark säurehaltig) in der Sonne zu allergischen Reaktionen.
Bei aufgetretener Sonnenallergie ist die Sonneneinstrahlung vorläufig zu meiden. Ansonsten empfiehlt sich die Anwendung geeigneter Sonnenschutzmittel mit hohem UV-Schutz oder entsprechende Hautbedeckung durch Kleidung und Hüte.
Bei einer akuten Sonnenallergie reichen jedoch die normalen Lichtschutzmittel keinesfalls aus und man sollte sich bei seinem Arzt oder in der Apotheke nach einer geeigneten Behandlung informieren. Es können beispielsweise Antihistamininka in Tablettenform eingenommen werden. Bei Hautveränderungen kann es dann auch zu einem kurzzeitigen Einsatz von Cortisoncremes oder sogar von Cortisontabletten kommen. Neuartige Salben mit Cortisonzusätzen sind sehr gut verträglich und dringen direkt in die betroffene Stelle ein, um dort wirken zu können. Eine solche Creme sollte jedoch nie unmittelbar vor dem Sonnenbad verwendet werden, da sie die Durchblutung im Organismus reguliert und die Gefäße weitet. Cortisoncremes begünstigen in erster Linie das Abschwellen der Haut sowie die Linderung des Juckreizes und des Brennens.
Um bereits vorbeugend tätig zu werden, empfiehlt sich auch hier die Einnahme von Beta-Carotin und Nicotinsäureamid (= wasserlösliche Substanz des Vitamin B Komplexes und maßgeblich am Zellstoffwechsel beteiligt) in hoher Dosierung, ca. vier Wochen vor dem Reiseantritt. Auch die Einnahme von Kalzium kann eine Hautreaktion positiv beeinflussen.
Tipps für Sonnenallergiker und das verantwortungsbewusste Sonnenbad:
- Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden! - Schatten aufsuchen - allerdings können auch dort Allergien entstehen, da die Sonneneinstrahlung durch Reflexion auch dort ihre Kraft in geminderter Form ausbreiten kann! - Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen - die Dauer der Sonnenbäder nach und nach steigern! - Die intensive Mittagssonne von 12 bis 15 Uhr meiden! - Leichte Kleidung aus Naturfaser wie Baumwolle oder Leinen tragen (Baumwolle lässt nur 20% der UVA-Strahlung durch, Kunstfaser hingegen bis zu 82%)! - fettfreie und emulgatorfreie Körper- und Sonnenpflegeprodukte nutzen! - Verzicht auf Parfüms, Seifen und Rasierwasser (darin enthaltene ätherische Öle können phototoxische Reaktionen begünstigen)! - Benutzen von Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor! - Bei der Auswahl der Sonnenschutzmittel darauf achten, dass statt eines chemischen eher ein physikalischer Lichtschutz (mineralische Filter, Mikropigmente wie Titandioxid oder Zinkoxid) verwendet wird! Dieser wird durch die Sonnenstrahlung keineswegs verändert und ist daher besonders hautfreundlich. Diese Präparate sind in Apotheken und Kosmetikinstituten zu erhalten! - Bei akuter Medikamenteneinnahme: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Wechselwirkungen mit Sonnenstrahlen und daraus resultierende phototoxische Reaktionen wie z.B. bei Einnahme von Antibiotika! - Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf eine übermäßige Sonnenbestrahlung und bekommt schneller einen Sonnenbrand als Erwachsenenhaut; kindliche Sonnenbrände erhöhen das spätere Hautkrebsrisiko. Deshalb ist es wichtig, Kinder - insbesondere Kleinkinder - mit Kleidung oder mit einem Sonnenschirm und freie Körperstellen mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu schützen!
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Hier lauern UV-Gefahren
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Wasser, 1 m Tiefe
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80%
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50%
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Fensterglas
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85%
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35%
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Autosicherheitsglas, 3mm dick
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70%
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10%
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Polyamid
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82%
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69%
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Baumwolle trocken
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20%
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11%
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Baumwolle nass
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36%
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19%
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